Wie werden Pralinen produziert?
Posted in Allgemein on Oktober 30th, 2011Schlagwörter: Geschichte, Geschmack, Herstellung, Pralinen, Schokolade
Pralinen sind ein mit Schokolade gefülltes Konfekt. Da die Herstellung von Pralinen sehr aufwendig ist, gelten sie als Krönung der Chocolatierskunst.
Eine Praline darf erst als Praline bezeichnet werden, wenn der Schokoladenanteil mindestens 25 Prozent beträgt und die Praline mundgerecht ist. Ein Schokoladenriegel geht also keinesfalls als Praline durch.
César de Choiseul – der Minister von Ludwig XIV – gilt als der Erfinder der Pralinen. Er entwickelte damals ein Konfekt aus Zucker und Mandeln und gab diesem Produkt den Namen seines Herren.
Wie werden frische Pralinen hergestellt?
Es existieren zwei verschiedene Verfahren, mit denen man frische Pralinen herstellen kann. Ursprünglich tauchte man kandierte Früchte oder Nüsse in Karamellsirup. Ebenfalls wurden Marzipanstücke in Schokoladenmasse getaucht.
Im Jahre 1912 kam Jean Neuhaus dann auf die Idee, Schokoladensoße in kleine Metallförmchen zu gießen Zur Schokoladensoße wurden dann Trockenfrüchte, gehackte Nüsse oder Likör hinzugegeben. Die komplette Masse verschloss man dann mit einem Schokoladenplättchen und ließ sie erkalten. Nach dem Erkalten konnte man die Masse problemlos aus der Metallform herausnehmen. Das zweite Verfahren für die Pralinenherstellung war geboren.
Später entwickelte man Maschinen, die die Metallformen selbstständig befüllen konnten. So kam es zur Industrialisierung der Pralinenherstellung. Auch der Wert der Praline sank im Laufe der Zeit, denn es wurde nun keine teure Kakaobutter mehr zur Herstellung verwendet. Man bevorzugte nun die billigeren Zutaten, wie zum Beispiel minderwertige Pflanzenfette.
Heutzutage beabsichtigen viele Pralinenhersteller, der Praline wieder einen besonderen Wert zu geben. Sie stellen die Pralinen per Hand her und verwenden besondere Füllungen, sowie hochwertige Zutaten wie zum Beispiel frisches Obst und Gewürze.